128 neue Mitglieder in einem Jahr – „Die Rheinpfalz“ vom 26.5.2015

eschrieben von am 26. Mai 2015 |Haus und Grund Frankenthal aktuell

128 neue Mitglieder in einem Jahr

Einen ungewöhnlich starken Zulauf hat der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Frankenthal, Grünstadt und Umgebung. 128 neue Mitglieder wurden im vergangenen Jahr aufgenommen, Gesamtzahl aktuell 1750. Bei der Jahreshauptversammlung war der große Saal des Dathenushauses vergangene Woche mit 200 Interessenten bis auf den letzten Platz besetzt.

Vorsitzender Norbert Mohn sprach von einer Erfolgsgeschichte und hob in seinem kurzen Bericht in erster Linie den ungebrochen hohen Beratungsbedarf der Mitglieder hervor. Um dem Rechnung zu tragen, seien die Montags-Sprechzeiten in Grünstadt verlängert worden. Auch in Frankenthal, wo Mohn von seinem Rechtsanwaltskollegen Henning Graebke unterstützt wird, werde die Beratung stark nachgefragt. „Bei unserer Tätigkeit haben wir noch keinen einzigen Haftpflichtfall produziert“, stellte der Vorsitzende fest. Auf RHEINPFALZ-Nachfrage schätzte Mohn die Zahl der Gespräche, die im Laufe eines Jahres zusammenkämen, auf rund 1000. Für die Mitglieder ist dieser Service mit dem Beitrag von 55 Euro jährlich abgedeckt.

Als weitere wichtige Aktivität nannte der Vorsitzende die von Haus und Grund angestoßene Fortschreibung des Frankenthaler Mietspiegels, bei dem sich die Stadt zunächst etwas geziert habe. Schließlich habe man sich – basierend auf den Zahlen des Statistischen Landesamtes – auf eine Anhebung der Mieten um vier Prozent verständigt. Im November 2014 sei der Mietspiegel vom Stadtrat verabschiedet worden. Wie Norbert Mohn weiter informierte, könnten die Mitglieder bei der Erstellung ihrer Betriebskostenabrechnung die Dienste der für den verstorbenen Rudolf Massa neu in den Beirat gewählten Christine Franger „für kleines Geld“ in Anspruch nehmen.

Laut Kassenbericht von Claudia Rittmann hat der Verein im vergangenen Jahr Einnahmen von 95.400 Euro erzielt, davon 86.000 Euro an Mitgliedsbeiträgen. Die Ausgaben summierten sich auf 85.800 Euro. Die dicksten Brocken dabei waren die Kosten für die Geschäftsführung (45.500 Euro) und für die Mitgliederzeitung (12.600 Euro). Aufgrund des erwirtschafteten Überschusses von 9600 Euro wuchs das Vermögen auf 65.485 Euro an. „Der Verein ist gesund bis ins Mark“, stellte Norbert Mohn fest und kündigte gleichzeitig an, im Jahre 2018 das Feld als Vorsitzender räumen zu wollen. Er sei dann mehr als 40 Jahre für Haus und Grund rechtsberatend tätig gewesen.

Auf großes Interesse bei den Mitgliedern stießen die sehr verständlichen Ausführungen von Rechtsanwalt Michael Kuhnlein (Speyer) zu aktuellen mietrechtlichen Themen, insbesondere der Energieeinsparverordnung und der Mietpreisbremse. „Sinnvoller wäre eine Betriebskostenbremse“, meinte der Jurist. Er kritisierte auch die jüngste Entscheidung des Bundesgerichtshofes, der seine Rechtsprechung zur Renovierungspflicht zugunsten der Mieter geändert habe. (eec)